Rothenfelser Sternstunden 2018

Auch dieses Jahr nahm ich als Referent an den Rothenfelser Sternstunden im Main-Spessart teil. Wieder gab es schönes Wetter in der zweiten Nacht, in der wir die Privatsternwarte Bischbrunn nahe des Tagungsortes besichtigten. Ich nutzte den dunklen Himmel um von der Beobachtungsplattform aus ein paar Himmelsaufnahmen mit meiner Kamera auf Stativ zu machen, die ich nachträglich überlagerte (stackte) um das Hintergrundrauschen der Kamera zu reduzieren.

Klick auf das Bild zeigt dasselbe in einer besseren Auflösung.

Die Wintermilchstraße von den Sternbildern Großer Hund bis Fuhrmann. Gestackte Aufnahme aus 30x15 Sekunden bei f/2,8 und 24 mm Brennweite und ISO 6400. Streulicht in drei verschiedenen Farben ist links unten, rechts unten und rechts oben zu erkennen. (Bild: B. Knispel)
Die Wintermilchstraße von den Sternbildern Großer Hund bis Fuhrmann. Gestackte Aufnahme aus 30×15 Sekunden bei f/2,8 und 24 mm Brennweite und ISO 6400. Streulicht in drei verschiedenen Farben ist links unten, rechts unten und rechts oben zu erkennen. (Bild: B. Knispel)

In diesem Bild sind in der Milchstraße diverse Dunkelwolken, Sternhaufen und galaktische Nebel zu erkennen, am besten in der höher aufgelösten Version. So deutet sich im Orion neben dem Orionnebel, dem Flammennebel und dem Pferdekopfnebel beispielsweise sogar der ausgedehnte Barnard’s Loop in seinem hellsten Bereich an.

Wintersternbilder aus Bischbrunn im Querformat. Gestackte Aufnahme aus 20x10 Sekunden bei f/2,8 und 24 mm Brennweite und ISO 50000. (Bild: B. Knispel)
Wintersternbilder aus Bischbrunn im Querformat. Gestackte Aufnahme aus 20×10 Sekunden bei f/2,8 und 24 mm Brennweite und ISO 5000. (Bild: B. Knispel)

Weitere Bilder gibt es im vollständigen Artikel nach „weiterlesen“.

Wintersternbilder aus Bischbrunn im Hochformat. Gestackte Aufnahme aus 20x10 Sekunden bei f/2,8 und 24 mm Brennweite und ISO 50000. (Bild: B. Knispel)
Wintersternbilder aus Bischbrunn im Hochformat. Gestackte Aufnahme aus 20×10 Sekunden bei f/2,8 und 24 mm Brennweite und ISO 5000. (Bild: B. Knispel)

Alle Bilder habe ich mit SiriL, einer kostenlosen Software gestackt. Dazu habe ich die Canon-Raw-Bilder in Adobe Lightroom in einem ersten Schritt bearbeitet (Verzeichnung und Vignettierung des Objektives herausrechnen). Daraus habe ich tif-Dateien mit 16 bit Farbtiefe geschrieben. Diese habe ich in SiriL geladen, dort in fits-Dateien umgewandelt und diese über ihren Blaukanal „registriert“. Im Blaukanal ist der Vordergrund praktisch dunkel, so dass der Sternenfinder-Algorithmus nicht durch Vordergrundobjekte verwirrt wird. Dann erfolgte ein Summenstacking und ein Export des Ergebnisses in eine tig-Datei mit 16 bit Farbtiefe, die ich abschließend in Lightroom bearbeitete.

Da die Aufnahmen auf die Sterne fixiert sind, macht sich die Erddrehung als Verschmieren des Vordergrunds bemerkbar.

Am ersten Abend konnte ich bei der Nachtwanderung nur sehr wenige Sterne auf den Chip bannen, weil es so enorm neblig war. Allerdings zeichnet sich dadurch der Himmelszeiger besonders gut ab.

Nebliger Sternenhimmel rund um die Sternbilder Fuhrmann (darin die helle Capella mit Nebelhof) und Perseus. (Bild: B. Knispel)
Nebliger Sternenhimmel rund um die Sternbilder Fuhrmann (darin die helle Capella mit Nebelhof) und Perseus. (Bild: B. Knispel)
Mit dem Himmelszeiger im Sternbild Löwe (hinter dem Fotografen) unterwegs. (Bild: B. Knispel)
Mit dem Himmelszeiger im Sternbild Löwe (hinter dem Fotografen) unterwegs. (Bild: B. Knispel)
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