Saharastaub im Februar 2021

In Mitteleuropa gibt es immer mal wieder Wetterlagen in denen Staub aus der Sahara bis in unsere Breite gewirbelt wird. Regnet es nicht, bleiben die feinen Körnchen lange hoch oben in der Atmosphäre und sorgen für eine deutlich sichtbare Eintrübung des Himmels. Bilder von solchen Ereignissen am Taghimmel oder bei Sonnenaufgängen und -untergängen hatte ich schon mehrfach gezeigt.

Ende Februar 2021 war es wieder einmal so weit.

Kräftige Eintrübung des wolkenlosen Nachmittagshimmels am 22. Februar 2021 durch Saharastaub. Um die Sonne bildet sich ein charakteristischer weißlicher Hof mit bräunlichem Außenbereich: der Ring von Bishop.

Dieses Mal gab es aber eine Besonderheit, die ich so vorher auch nicht gesehen hatte. Auch nachts war der Himmel wolkenlos, aber dicht mit Saharastaub „eingenebelt“. Das hat zum einen eine stark verringerte Transparenz des Himmels und damit weniger sichtbare Sterne zur Folge, zum anderen aber auch denselben Ring von Bishop am Mond:

Nächtlicher Ring von Bishop am Mond: Eintrübung der Atmosphäre durch Saharastaub.

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Sonnenuntergang mit Saharastaub

Am 23. April 2019 gab es (mit Ansage) einen kräftigen Schwall von Saharastaub über Mitteleuropa, der bereits am Morgen in Südwestdeutschland und am Abend dann auch bei uns in der Wedemark sichtbare Auswirkungen hatte.

Sonnenuntergangsstimmung gegen 20:06 Uhr MESZ (27 Minuten vor Sonnenuntergang) (Bild: B. Knispel

In der guten halben Stunde vor Sonnenuntergang ließ sich verfolgen, wie die Sonne bald so stark durch die Schichten von Saharastaub gefiltert wurde, dass man sie ohne Filter fast blendfrei beobachten konnte.

Sonnenuntergangsstimmung gegen 20:09 Uhr MESZ (24 Minuten vor Sonnenuntergang) (Bild: B. Knispel)
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Etwas Saharastaub über der Wedemark am 8. April 2018

Wie vorher angekündigt ließ sich an diesem Wochenende etwas Saharastaub in der Atmosphäre über der Wedemark (und natürlich auch anderen Teilen Westdeutschlands) entdecken.

Bald nach Sonnenaufgang war die Himmelstrübung eindeutig und sehr klar zu erkennen:

Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Morgen des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)
Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Morgen des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)

Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Morgen des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)
Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Morgen des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)

Etwas später am Vormittag war bei höherem Sonnenstand noch immer der Hof eindeutig sichtbar:

Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Vormittag des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)

Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Vormittag des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)
Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Vormittag des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)

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Iberischer Rauch und Saharastaub

Am 17. Oktober (und auch schon am Abend zuvor) lag über dem Norden und Nordwesten Deutschlands ein Schleier aus Rauch und Staub – Rauch von den starken Waldbränden auf der iberischen Halbinsel, Staub aus der Sahara (s. a. diesen Artikel von Claudia Hinz zu dem Thema). Beides war an der Ostflanke des Tiefs Ophelia nach Norden geweht worden. Am Tag zuvor kam es daher bereits über Großbritannien zu einer starken Extinktion des Sonnenlichts und einer glutroten Sonne bei hohem Sonnenstand.

Am Dienstag zeigte sich dann auch der Himmel über Hannover und Umgebung dick „verstaubt“. Tagsüber hatte ich – obwohl es sich bei der morgendlichen Beobachtung der Mondsichel mit Mars und Venus bereits abzeichnete – meine Kamera nicht mitgenommen. Ich konnte aber am Abend noch einige Bilder rund eine Stunde vor Sonnenuntergang aufnehmen. Bereits zu diesem Zeitpunkt war das Sonnenlicht so stark abgeschwächt, dass sie nur wenige Minuten später komplett unsichtbar wurde.

Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel

Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel

Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel

Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel

Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel

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