Heller Mondhalo

Wenn Cirruswolken aus Eiskristallen in der Atmosphäre sind, können diese Kristalle das Licht von hellen Himmelskörpern sichtbar brechen und so für Haloerscheinungen sorgen. Das häufigste dieser Himmelsschauspiele ist der sogenannte 22°-Ring. An der Sonne ist er sehr häufig zu sehen, aber auch hin und wieder am Mond.

Am 25. Januar gab es genau dieses Phänomen über mehrere Stunden am Stück in den Abendstunden zu beobachten. Ich habe mehrere Bilder davon gemacht, von denen ich hier zwei zeigen will.

Der Mond mit einem 22°-Ring am Abend des 25.01.2021. Deutlich sichtbar sind die durch die Lichtbrechung entstehenden Farben. Die Innenseite des Ringes ist rot, nach außen ist noch gelbe Farbe erkennbar, weiter außen vermischen sich die Farben zu weiß.
Derselbe Anblick mit einem Fischaugenobjektiv, in dem praktisch fast der gesamte Himmel zu sehen ist. So lässt sich besser erkennen wie groß so ein 22°-Ring tatsächlich ist.

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Regenbogen und Halo Ende Oktober 2020

Ein bisschen Farbe und himmlische Symbole der Hoffnung gab es an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Ende Oktober. Zuerst zeigte sich bei Schauerwetter ein schöner sehr heller Regenbogen. Die kräftigen Regenschauer zogen dabei am Nachmittag von Ost nach West über die Wedemark. Es war also absehbar, dass bei einer sonnigen Lücke nach Schauern in Richtung Westen sehr wahrscheinlich Regenbögen sichtbar sein würden. Genau so kam es dann auch bei einer Gelegenheit:

Doppelter Regenbogen in abziehendem Schauer in der Wedemark am 28.10.2020.
Blick auf den sehr hellen Fuß des Regenbogens.

Einen Tag später zeigte sich dann am Nachmittagshimmel Richtung Westen ein nicht besonders heller aber ganz gut sichtbarer 22°-Ring in aufziehenden Cirrenwolken einer Warmfront.

Teil eines 22°-Rings in Cirrenwolken am Nachmittag des 29. Oktober 2020.

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Drei Haloarten inklusive 120°-Nebensonne

Beim Blick an den Himmel aus dem Heimbüro während Vorbereitungen für einen Online-Vortrag am Abend zeigten sich am 25. August aufziehende Cirruswolken. Das allein sollte schon Grund genug sein, genauer hinzusehen, sind sie doch häufig ein Garant für Halo-Erscheinungen. So war es dann auch. Wenn auch nur kurz (weil die Cirren sich schnell verdichteten und so eventuelle Halos unsichtbar machten) waren der 22°-Ring und Teile des umbeschriebenen Halos an der Sonne zu erkennen:

Der 22°-Ring als (eher schwacher) Kreis um die Sonne, oberhalb der Sonne hinter dem Baum überlagern sich der 22°-Ring und der umbeschriebene Halo, der sich im weiteren Verlauf abspaltet.
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Zweimal Halos Ende Februar

An den letzten beiden Februartagen des Jahres 2020 waren jeweils nachmittags schöne Halos an Eiswolken zu sehen.

Am 28. Februar zeigten sich um die Sonne ein schwacher 22°-Ring, der obere Berührungsbogen mit Übergang in den umbeschriebenen Halo, ein Zirkumzenitalbogen und angedeutet der Supralateralbogen unterhalb des Zirkumzenitalbogens.
Am 29. Februar gab es einen schwachen oberen und einen Zirkumzenitalbogen, der anfänglich schön war, aber später deutlich heller wurde.
Sehr heller und farbintensiver Zirkumzenitalbogen mit angedeutet sichtbarem anschließenden Supralateralbogen.
Zum Ende der Erscheinung war nur noch der Zirkumzenitalbogen sichtbar, der dann aber auch bald in aufziehenden dichteren Wolken verschwand.

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