Komet Pons-Brook mit Mond und Jupiter

Nachdem es lange nicht mehr klar war, konnte ich den Abend des 10. April nutzen, um den Kometen Pons-Brook bei seiner Abschiedsvorstellung am Abendhimmel in der Dämmerung zusammen mit Jupiter und der Mondsichel fotografieren:

Komet (Bildmitte) mit Mond (darüber) und Jupiter (links davon) in einem Stack von 21 Bilder um 21:44 Uhr. Die Brennweite betrug 100 mm.

Ich wartete dann noch etwas länger, bis der Komet zwar etwas weiter Richtung Westhorizont gesunken war, gleichzeitig aber besser am dunkleren Himmel hervortrat. Kurz vor 22 Uhr nahm ich eine neue Aufnahmeserie auf und rechnete alle Bilder zusammen.

Komet (Bildmitte) mit Mond (darüber) und Jupiter (links davon) in einem Stack von 30 Bilder um 21:57 Uhr. Die Brennweite betrug 100 mm.
Ausschnitt aus dem obigen Bild um das Dreigestirn aus Mond, Jupiter und Komet besser zu zeigen.

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Komet Nishimura in der Morgendämmerung am 9.9.2023

Heute früh bin ich mal wieder deutlich vor Sonnenaufgang an den Feldrand gefahren, um dort zu versuchen, den aktuell sichtbaren Kometen C/2023 P1 (Nishimura) (Infos beim Haus der Astronomie) zu sehen und zu fotografieren. Er nähert sich derzeit der Sonne an und wird deswegen heller. Gleichzeitig ist er deswegen immer schlechter zu sehen, weil er eben auch immer näher (mit geringerem Winkelabstand) zur Sonne am Himmel steht. Er ist dann vor Sonnenaufgang in der Morgendämmerung zu sehen. Nachdem es nun endlich einmal klar war, wollte ich mein Glück versuchen.

Es dauerte einige Zeit, bis ich den Kometen im horizontnahen Cirrusgewölk auf Testaufnahmen mit der Kamera entdecken konnte. Danach nahm ich in der fortschreitenden Dämmerung insgesamt drei Serien auf, deren Bilder ich mit Siril zusammenrechnete, um so das Chiprauschen wegzumitteln.

Erste Serie: ab 4:59 Uhr MESZ ingesamt 40 Bilder mit je 2 Sekunden Belichtungszeit bei ISO 8000 und f=150 mm bei f/2,8. Bilder zusammengerechnet, übliches Verarbeiten um den Kontrast im Gewölk rauszuarbeiten und Ausschnitt gewählt:

Ich war erstaunt, dass man auf diesem (stark bearbeiteten) Bild sogar Strukturen im Schweif erkennen konnte! Der Schweif erstreckt sich vom sehr hellen, sternförmigen Kopf über rund 4,7°.

Danach ab 5:03 Uhr MESZ eine zweite identische Serie, bei der ich am Ende in der Bearbeitung noch mal näher an den Kometen gezoomt habe:

Ich habe dann noch gewartet, bis die Dämmerung noch etwas weiter fortschritt und der Komet dann am helleren Himmel immer noch sehr hübsch zwischen Wolken zu fotografieren war. Zwischendurch war er so stark von den Wolken verdeckt, dass sich die Aufnahmen nicht mehr lohnten. Also eine letzte Serie geschossen: ab 5:13 Uhr MESZ ingesamt 40 Bilder mit je 2,5 Sekunden Belichtungszeit bei ISO 6400 und f=80 mm bei f/2,8. Bilder zusammengerechnet. Durch die lange Gesamtbelichtungsdauer verschmieren die Wolken (und der Horizont) ganz hübsch:

Mit bloßem Auge habe ich den Komet nicht gesehen, das mag aber auch dem regelmäßigen Blick auf das Kamera-Display geschuldet sein, der mir die Dunkeladaption zerschossen hat.

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Komet C/2022 E3 (ZTF) aus der Wedemark

Aktuell ist der Komet mit der wundervollen Bezeichnung „C/2022 E3 (ZTF)“ (Wikipedia) ganz gut mit Fernglas und Kamera am Himmel zu beobachten. Ich habe nun mal die Chance genutzt ihn auf die einfachst mögliche Art und Weise einzufangen. Kamera auf Stativ, mehrere kurz belichtete Aufnahmen bei hoher Empfindlichkeit in Serie und dann stacken mit Siril.

So habe ich 40 Aufnahmen mit je 4 Sekunden Belichtungszeit bei ISO 6400 bei 75 mm Brennweite und f/3,2 auf den Chip gebannt. Das Ergebnis zeigt den Kometen als verwaschenen Fleck mit kurzem Schweif inmitten der Milchstraße:

Danach habe ich noch einmal 40 Aufnahmen mit je 2 Sekunden Belichtungszeit bei ISO 6400 bei 200 mm Brennweite und f/2,8 auf den Chip gebannt. Das Ergebnis zeigt den Kometen schon deutlich klarer, einfach weil der Ausschnitt kleiner ist:

Aber auch die Vignettierung zum Rand hin ist deutlich klarer, ich habe der Einfachheit halber ohne Flatfields gearbeitet. Doch wenn man einfach nur den zentralen Ausschnitt wählt, fällt das nicht mehr so störend auf und der Komet ist mitsamt gebogenem Schweif gut zu erkennen.

Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit dem Ergebnis.

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NEOWISE-Nachschlag

Leicht beschnittenes und bearbeitetes Summenbild von Komet NEOWISE (30 Einzelbilder bei 200 mm | Blende 2,8 | 2,5 Sekunden | ISO 8000) aufgenommen in der fortgeschrittenen nautischen Dämmerung von 0:25 – 0:28 Uhr MESZ am 18.7.2020. Die Sonne stand 15,5° unter dem Horizont.

Eine Woche nach meiner ersten erfolgreichen Beobachtung des Kometen NEOWISE ist es wieder so weit. Der Abendhimmel sieht weitgehend klar aus, der Komet steht inzwischen weiter nördlich am Himmel – alles bestens für eine erneute Beobachtung. So stand ich – nach einer ersten Sichtung aus dem Badezimmerfenster – gegen 23:15 Uhr MESZ auf einem Feldweg zwischen Elze und Hoheheide und konnte den Kometen mit freiem Auge direkt über einer Wolkenbank sehen. Der Schweif ließ sich leichter mit indirektem Sehen wahrnehmen.

Komet NEOWISE leuchtet in der noch hellen Dämmerung am 17.7.2020 um 23:29 Uhr MESZ über der Wedemark. Blick von Elze in Richtung Hoheheide.
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