Trifft sich der Mond mit zwei Planeten…

Den Morgenhimmel zieren derzeit Merkur, der sonnennächste Planet, in seiner besten Morgensichtbarkeit dieses Jahres und die Venus, die uns schon lange als heller Morgenstern begrüßt. Regelmäßig zieht der Mond entlang seiner Bahn an den Planeten vorbei und Ende vergangener Woche war wieder einmal Besuchszeit bei der Venus.

Mond mit Erschein und die Venus am Morgen des 13.11.2020.

Der Mond stand (in recht respektvollem Abstand) am Freitagmorgen neben der Venus. Die abnehmende Mondsichel zeigte sich mit schönem Erdschein, der die nicht von der Sonne beleuchtete, dunkle Seite des Mondes erhellte. Der Erdschein ist an der Erde reflektiertes Sonnenlicht, dass den Mond beleuchtet und so die dunkle Seite schemenhaft sichbar werden lässt.

Von oben nach unten: Venus, Mondsichel und Merkur (zwischen den Windkraftanlagen) am Morgen des 13.11.2020.

Der sonnennächste Planet Merkur entfernt sich aufgrund seiner engen Bahn um die Sonne auch am Himmel nur wenig von unserem Zentralgestirn und ist daher entweder vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang in Horizontnähe sichtbar. Besonders leicht lässt Merkur sich – auf den geographischen Breiten Deutschlands – in der Regel im Herbst am Abendhimmel und im Frühjahr am Morgenhimmel beobachten. Dann steht die Ebene, in der sich alle Planeten um die Sonne bewegen, (die Ekliptik) besonders steil zum Horizont, wenn die Sonne unter- bzw. aufgeht.

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Online-Vortrag zur Finissage / 100 sunsets von Johanna Schlegel

Am Sonntag, den 15. November, werde ich um 19 Uhr anlässlich der Finnisage zur Ausstellung „100 sunsets“ von Johanna Schlegel einen Vortrag halten. Themen sind die Sonne und die Phänomene, die sich rund um einen Sonnenuntergang beobachten lassen.

Die Veranstaltung findet online auf der Plattform BigBlueButton statt und beginnt um 19 Uhr. Der Zugang erfolgt über https://video.hfg-offenbach.de/b/mar-bgq-isf. Auf Facebook findet sich die Veranstaltung ebenfalls.

Die Sonne ist der uns nächste Stern und Quell (fast) allen Lebens unseres Heimatplaneten. Erst seit rund 90 Jahren weiß man woher die Energie der Sonne stammt und hat in den letzten Jahrzehnten viel über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Sterns gelernt.

Wenn die Sonne den Horizont überschreitet, führt das Wechselspiel von Sonnenlicht und irdischer Lufthülle immer wieder zu prächtigen Farbenspielen. Phänomene wie der Venusgürtel, der Grüne Blitz, eine Lichtsäule oder rote Regenbögen zieren dann den Himmel.

Dr. Benjamin Knispel geht in seinem Vortrag auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Sonne und ihre visuellen Phänomene ein. Er nimmt uns mit auf eine Reise an den irdischen Himmel zwischen Tag und Nacht.

Der Talk findet im Rahmen der Ausstellung »100 sunsets« von Johanna Schlegel statt. Die Ausstellung ist bis zum 15. November in der BOX – der Ausstellungsraum im Glasfoyer des Isenburger Schlosses der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach – während der Öffnungszeiten der Hochschule zu sehen. Kuratiert von Ben Livne-Weitzman

Verformte Sonne mit grünem und rotem Saum um 21:22:27 Uhr MESZ. (Bild: B. Knispel)
Verformte Sonne mit grünem und rotem Saum um 21:22:27 Uhr MESZ. (Bild: B. Knispel)

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Schöne Sonnenuntergangsfarben

Heute war ein Tag mit mehreren Videokonferenzen. Nach einigen Stunden vor dem Bildschirm freut man sich umso mehr über jedes besondere Licht aus der Natur. Und die lieferte heute ganz nett ab. Zum Sonnenuntergang gab es genau die richtige Mischung aus Wolken und klarem Himmel, so dass erstere wunderbar aufleuchteten.

Der Blick Richtung Westen am Abend des 5. November 2020. Die Wolkenlöcher sehen fast wie zwei Augen aus…
Detailblick auf die von der untergegangenen Sonne angestrahlten Wolken am 5.11.2020.

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Regenbogen und Halo Ende Oktober 2020

Ein bisschen Farbe und himmlische Symbole der Hoffnung gab es an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Ende Oktober. Zuerst zeigte sich bei Schauerwetter ein schöner sehr heller Regenbogen. Die kräftigen Regenschauer zogen dabei am Nachmittag von Ost nach West über die Wedemark. Es war also absehbar, dass bei einer sonnigen Lücke nach Schauern in Richtung Westen sehr wahrscheinlich Regenbögen sichtbar sein würden. Genau so kam es dann auch bei einer Gelegenheit:

Doppelter Regenbogen in abziehendem Schauer in der Wedemark am 28.10.2020.
Blick auf den sehr hellen Fuß des Regenbogens.

Einen Tag später zeigte sich dann am Nachmittagshimmel Richtung Westen ein nicht besonders heller aber ganz gut sichtbarer 22°-Ring in aufziehenden Cirrenwolken einer Warmfront.

Teil eines 22°-Rings in Cirrenwolken am Nachmittag des 29. Oktober 2020.

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