Mondsichel und Jupiter nahe beieinander

Am Reformationstag, dem 31. Oktober, zog der Mond recht eng am Riesenplaneten Jupiter vorbei. Schon bald nach Sonnenuntergang stand das Paar auffällig am Himmel, der helle Jupiter war neben dem zunehmenden Mond nicht zu übersehen.

Zunehmender Mond und Jupiter am Abend des 31. Oktober 2019 um 17:47 Uhr MEZ.

Mit einem Objektiv mit höherer Brennweite oder einem Fernglas ließ sich dann neben dem Jupiter sein hellster und größter Mond (Ganymed) als Sternchen erkennen. Zwei weitere Monde standen so nah an der Planetenscheibe, dass sie in meinem Aufnahmen nicht vom Schein des Gasriesen zu trennen waren. Der vierte der hellen Monde des Jupiters stand zum Aufnahmezeitpunkt genau hinter dem Planeten und war somit ebenfalls unsichtbar.

Mond mit Erschein und Jupiter mit seinem größten Mond Ganymed (links oberhalb der Planetenscheibe).

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Lichtverschmutzung fürs Fernsehen

Am 26. Oktober wurde im Nachbardorf eine Pro-Sieben-Liveshow gedreht. Aus mir nicht erfindlichen Gründen musste dazu die gesamte Zeit ein großer Skybeamer an den Himmel strahlen. In der Show war er im Fernsehen nur in der Anfangssequenz sichtbar, während des weiteren Verlaufs in praktisch allen Einstellungen nicht. Vielleicht war er am Ende noch sichtbar, aber ich bin mir nicht sicher, warum er deswegen den gesamten Abend über Stunden strahlen musste…

Landen die Aliens im Nachbardorf? Nein, es ist nur der Pro-Sieben-Skybeamer.

Anders als im hier gezeigten Bild war der Himmel später noch sternklar, so dass der Skybeamer nicht nur Wolken beleuchtete.

Zur Info: Ich habe diesen Beitrag am 1. November 2019 veröffentlicht und rückdatiert.

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Guten Morgen mit Mond

Am Samstagmorgen grüßte beim Öffnen des Dachfensters der abnehmende Mond rund zwei Tage vor Neumond umgeben von ein paar rötlich angeleuchteten Wolken.

Die Sichel des abnehmenden Monds am 26. Oktober 2019 um 7:26 Uhr MESZ.
Und noch einmal im Hochformat: die Sichel des abnehmenden Monds am 26. Oktober 2019 um 7:26 Uhr MESZ.

Am nächsten Morgen hätte die Chance bestanden, eine sehr schöne schmale Mondsichel zu sehen, doch leider schlug das Wetter dann um, so dass es am Sonntagfrüh komplett bewölkt war.

Der Herbst ist in Deutschland generell ein guter Zeitraum, um schmale Mondsicheln kurz vor Neumond zu beobachten. Das liegt daran, dass dann die Ekliptik und damit auch die Mondbahn recht steil zum Horizont steht. Damit ist dann der Mond auch bei geringem Winkelabstand zur Sonne über dem Horizont sichtbar.

Zur Info: Ich habe diesen Beitrag am 1. November 2019 veröffentlicht, aber im Blog auf den Tag dieser Mondsichtbarkeit rückdatiert.

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Astrofotografie zum Jahresbeginn

Frohes neues Jahr 2019! Dieses begann für mich glücklicherweise mit einem klaren Abend in meinem Jahresanfangsurlaub, so dass ich ganz entspannt mal ein paar Astro-Aufnahmen in unserem Garten in der Wedemark machen konnte. Ich habe dazu meine Canon EOS 6D mit dem Objektiv Canon EF 70-200 mm 1:2,8 L IS II USM auf meine EQ-3-Montierung geschnallt, und diese ganz grob eingenordet.

Danach habe ich Aufnahmen von verschiedenen mehr oder wenig günstig stehenden Astro-Objekten gemacht, indem ich jeweils nachgeführte Belichtungen von 60 Sekunden Dauer bei f/3,2, meist 200 Millimeter Brennweite und ISO 2000 durchgeführt habe. Die Gesamtbelichtungszeit der Einzelobjekte lag dann bei (eher kurzen) 9 bis 11 Minuten.

Die Einzelbilder wurden (zusammen mit im Anschluss an die Aufnahmen gemachten Dunkelbildern) in Adobe Lightroom de-vignettiert (weil ich keine echten „Flatfield“-Aufnahmen gemacht habe, als 16-bit-Tiffs exportiert, in SiriL zusammengerechnet und abschließend noch einmal nach dem „stacking“ in Lightroom bearbeitet und beschnitten. Herausgekommen sind die folgenden Ergebnisse.

Die Andromedagalaxie (Messier 31) mit ihren beiden Begleitgalaxien am Abend des 2. Januar 2019. Summenbild aus 9 Einzelaufnahmen mit je 60 Sekunden Belichtungszeit bei f=200 mm, Blende f/3,2 und ISO 2000. Ausschnitt aus dem Summenbild. (Bild: B. Knispel)
Die Andromedagalaxie (Messier 31) mit ihren beiden Begleitgalaxien am Abend des 2. Januar 2019. Summenbild aus 9 Einzelaufnahmen mit je 60 Sekunden Belichtungszeit bei f=200 mm, Blende f/3,2 und ISO 2000. Ausschnitt aus dem Summenbild. (Bild: B. Knispel)
Die Plejaden (Messier 45) am Abend des 2. Januar 2019. Summenbild aus 11 Einzelaufnahmen mit je 60 Sekunden Belichtungszeit bei f=200 mm, Blende f/3,2 und ISO 2000. Ausschnitt aus dem Summenbild. (Bild: B. Knispel)
Die Plejaden (Messier 45) am Abend des 2. Januar 2019. Summenbild aus 11 Einzelaufnahmen mit je 60 Sekunden Belichtungszeit bei f=200 mm, Blende f/3,2 und ISO 2000. Ausschnitt aus dem Summenbild. (Bild: B. Knispel)
Komet 46P/Wirtanen am Abend des 2. Januar 2019. Summenbild aus 10 Einzelaufnahmen mit je 60 Sekunden Belichtungszeit bei f=200 mm, Blende f/3,2 und ISO 2000. Ausschnitt aus dem Summenbild. (Bild: B. Knispel)
Komet 46P/Wirtanen am Abend des 2. Januar 2019. Summenbild aus 10 Einzelaufnahmen mit je 60 Sekunden Belichtungszeit bei f=200 mm, Blende f/3,2 und ISO 2000. Ausschnitt aus dem Summenbild. (Bild: B. Knispel)
Die Milchstraße im Sternbild Cassiopea am Abend des 2. Januar 2019. Summenbild aus 11 Einzelaufnahmen mit je 60 Sekunden Belichtungszeit bei f=70 mm, Blende f/3,2 und ISO 2000. (Bild: B. Knispel)
Die Milchstraße im Sternbild Cassiopea am Abend des 2. Januar 2019. Summenbild aus 11 Einzelaufnahmen mit je 60 Sekunden Belichtungszeit bei f=70 mm, Blende f/3,2 und ISO 2000. (Bild: B. Knispel)

So kann das Jahr meinetwegen gerne weitergehen 🙂

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