Saharastaub im Februar 2021

In Mitteleuropa gibt es immer mal wieder Wetterlagen in denen Staub aus der Sahara bis in unsere Breite gewirbelt wird. Regnet es nicht, bleiben die feinen Körnchen lange hoch oben in der Atmosphäre und sorgen für eine deutlich sichtbare Eintrübung des Himmels. Bilder von solchen Ereignissen am Taghimmel oder bei Sonnenaufgängen und -untergängen hatte ich schon mehrfach gezeigt.

Ende Februar 2021 war es wieder einmal so weit.

Kräftige Eintrübung des wolkenlosen Nachmittagshimmels am 22. Februar 2021 durch Saharastaub. Um die Sonne bildet sich ein charakteristischer weißlicher Hof mit bräunlichem Außenbereich: der Ring von Bishop.

Dieses Mal gab es aber eine Besonderheit, die ich so vorher auch nicht gesehen hatte. Auch nachts war der Himmel wolkenlos, aber dicht mit Saharastaub „eingenebelt“. Das hat zum einen eine stark verringerte Transparenz des Himmels und damit weniger sichtbare Sterne zur Folge, zum anderen aber auch denselben Ring von Bishop am Mond:

Nächtlicher Ring von Bishop am Mond: Eintrübung der Atmosphäre durch Saharastaub.

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Heller Mondhalo

Wenn Cirruswolken aus Eiskristallen in der Atmosphäre sind, können diese Kristalle das Licht von hellen Himmelskörpern sichtbar brechen und so für Haloerscheinungen sorgen. Das häufigste dieser Himmelsschauspiele ist der sogenannte 22°-Ring. An der Sonne ist er sehr häufig zu sehen, aber auch hin und wieder am Mond.

Am 25. Januar gab es genau dieses Phänomen über mehrere Stunden am Stück in den Abendstunden zu beobachten. Ich habe mehrere Bilder davon gemacht, von denen ich hier zwei zeigen will.

Der Mond mit einem 22°-Ring am Abend des 25.01.2021. Deutlich sichtbar sind die durch die Lichtbrechung entstehenden Farben. Die Innenseite des Ringes ist rot, nach außen ist noch gelbe Farbe erkennbar, weiter außen vermischen sich die Farben zu weiß.
Derselbe Anblick mit einem Fischaugenobjektiv, in dem praktisch fast der gesamte Himmel zu sehen ist. So lässt sich besser erkennen wie groß so ein 22°-Ring tatsächlich ist.

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Mond bei Jupiter und Saturn

Abends am 28. August stand der zunehmende Mond beim aktuellen Planetenpaar Jupiter und Saturn. Ein paar Wolken verzierten das Bild und zeigten auf den Fotos sogar leichtes Irisieren.

Mond mit Jupiter (links oberhalb des Mondes) und Saturn (noch weiter links und etwas oberhalb von Jupiter) am 28. August 2020.
Detailblick auf das himmlische Zusammentreffen. Beim genauen Blick lassen sich neben Jupiter zwei Monde erkennen.

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Mondsichel und Jupiter nahe beieinander

Am Reformationstag, dem 31. Oktober, zog der Mond recht eng am Riesenplaneten Jupiter vorbei. Schon bald nach Sonnenuntergang stand das Paar auffällig am Himmel, der helle Jupiter war neben dem zunehmenden Mond nicht zu übersehen.

Zunehmender Mond und Jupiter am Abend des 31. Oktober 2019 um 17:47 Uhr MEZ.

Mit einem Objektiv mit höherer Brennweite oder einem Fernglas ließ sich dann neben dem Jupiter sein hellster und größter Mond (Ganymed) als Sternchen erkennen. Zwei weitere Monde standen so nah an der Planetenscheibe, dass sie in meinem Aufnahmen nicht vom Schein des Gasriesen zu trennen waren. Der vierte der hellen Monde des Jupiters stand zum Aufnahmezeitpunkt genau hinter dem Planeten und war somit ebenfalls unsichtbar.

Mond mit Erschein und Jupiter mit seinem größten Mond Ganymed (links oberhalb der Planetenscheibe).

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