Drei Planeten am Abendhimmel

Derzeit lassen sich am abendlichen Dämmerungshimmel drei Planeten beobachten. Neben der strahlenden Venus als „Abendstern“ und dem leuchtenden Jupiter gesellt sich nun auch noch mit Merkur der sonnennächste Planet dazu.

Am Abend des 9. Juni konnte ich alle zusammen auf den Chip bringen, weil die vorhandenen Wolken sich einsichtig zeigten, hier der Anblick um 22:04 Uhr MESZ.

Venus links oben, Jupiter (direkt darunter) und Merkur (kaum zu erkennen rechts am Rand oberhalb der tieferen Wolken).

Weil das im vorigen Bild teilweise schwierig zu erkennen ist, hier noch eine Variante mit Beschriftung:

Damit niemand sagt, dass mit dem Merkur würde ich nur behaupten, hier noch mal der Blick im Detail auf den sonnennächsten Planeten und mythologischen Götterboten, hier als Lichtpunkt knapp links der Mitte über der Wolkenbank.

Schmale Mondsichel und Venus zum Frühlingsanfang

Gestern Nachmittag war astronomischer Frühlingsanfang. Am Abend dieses halbwegs lauen Tages ließen sich dann die schmale Sichel des zunehmenden Mondes und ein gutes Stück darunter, knapp über dem Horizont, die Venus beobachten.

Ich mag das Zusammenspiel der noch unbelaubten Bäume, einiger rötlich angeleuchteter Zirruswolken und der beiden Himmelskörper.

Am Mond könnt ihr den Erdschein sehen. Die eigentlich dunkle – also von der Sonne unbeleuchtete – Seite des Mondes ist gräulich zu erkennen. Das liegt am Sonnenlicht, das an der Erde reflektiert wird und dann den Mond erreicht. Wärt ihr auf der dunklen Seite des Mondes, so stünde an eurem Himmel eine hell leuchtende, fast voll beleuchtete Erdkugel.

Konjunktion von Merkur und Venus

Heute, am 12.3.2025, standen Merkur und Venus in ihrer gemeinsamen Abendsichtbarkeit im geringsten gegenseitigen Winkelabstand von rund 5,5°. Es hätten also ca. 11 Vollmonde zwischen sie gepasst.

Venus (rechts über dem Hausdach) und Merkur (links zwischen den rötlichen Cirren) um 19:13 Uhr.

Die Venus ist inzwischen auch auf dem Weg zur unteren Konjunktion mit der Sonne. Das heißt, sie wird demnächst ungefähr auf der Linie zwischen Erde und Sonne stehen. Dabei ist sie vergleichsweise nah an der Erde und erscheint deswegen als große, schmale Sichel. Zoomt man in das Bild rein, kann man das sogar hier bei einer Brennweite von 200 mm erkennen.

Allerdings leuchtet die Venus so hell, dass die schmale Sichel stark überbelichtet ist und deswegen weniger schmal erscheint.

Ausschnittsvergrößerung aus einem Bild um 19:04 Uhr MEZ.