Leuchtende Nachtwolken am Morgen des 9. Juli 2016

Es ist mal wieder die Saison der Leuchtenden Nachtwolken. Diese Wolken befinden sich in einer Höhe von rund 85 Kilometer über dem Erdboden und sind damit fast schon an der Grenze zum Weltraum – die höchsten Wolken des Planeten. Normale „Alltagswolken“ hingegen sind maximal 13 Kilometer hoch. Die  leuchtenden Nachtwolken bestehen aus feinen Eiskristallen, denn sie treten in der kältesten Schicht der Erdatmosphäre bei Temperaturen um -100 °C auf.

Leuchtende Nachtwolken um 2:39 MESZ nahe des Nordhorizonts, fotografiert aus Elze (Wedemark). (Bild: B. Knispel)
Leuchtende Nachtwolken um 2:39 MESZ nahe des Nordhorizonts, fotografiert aus Elze (Wedemark). (Bild: B. Knispel)
Leuchtende Nachtwolken um 3:05 MESZ, fotografiert aus Elze (Wedemark). (Bild: B. Knispel)
Leuchtende Nachtwolken um 3:05 MESZ, fotografiert aus Elze (Wedemark). (Bild: B. Knispel)
Schöne Wellenstrukturen in den Leuchten Nachtwolken um 3:54 Uhr MESZ am unteren Rand des Großen Wagens. (Bild: B. Knispel)
Schöne Wellenstrukturen in den Leuchten Nachtwolken um 3:54 Uhr MESZ am unteren Rand des Großen Wagens. (Bild: B. Knispel)

Aufgrund ihrer enormen Höhe werden sie von der Sonne auch dann noch angeleuchtet, wenn diese am Erboden bereits untergegangen ist. Tiefere Wolken erscheinen zur gleichen Zeit vollkommen dunkel (s. obere Aufnahme). Leuchtende Nachtwolken lassen sich in Deutschland vor allem in den Sommermonaten in den frühen Nachtstunden und den ersten Morgenstunden beobachten. Ihre typische Farbe ist silbrig-bläulich.

Panorama der Leuchtenden Nachtwolken um 2:47 Uhr MESZ. (Bild: B.Knispel)
Panorama der horizontnahen Leuchtenden Nachtwolken um 2:47 Uhr MESZ. (Bild: B.Knispel)
Leuchtenden Nachtwolken um 3:29 Uhr MESZ. (Bild: B.Knispel)
Leuchtenden Nachtwolken um 3:29 Uhr MESZ. (Bild: B.Knispel)

Dieser Artikel enthält eine Übersicht der in den Morgenstunden des 9. Juli 2016 sichtbaren Leuchtenden Nachtwolken. Alle Aufnahmen entstanden am nördlichen Ortsrand von Elze in der Wedemark. Zum Einsatz kam eine Canon EOS 6D mit 24-70 mm Zoomobjektiv und mit 70-200 mm Zoomobjektiv, jeweils bei Blende 2,8. Belichtungszeiten, Brennweite und Empfindlichkeiten wurden je nach Bedarf variiert. Continue reading

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„Verendende“ Gewitterzelle über Elze

Der Spätfrühling/Frühsommer hat uns bislang ja wiederholt mit kräftigen Gewittern versorgt. Bislang ist die Wedemark recht gut verschont worden, was bedeutet, dass mir natürlich keine spektakulären Bilder gewaltiger Gewitterzellen gelingen konnten. Am Samstagabend (18. Juni) zog dann von Neustadt her eine recht kompakte Zelle heran und das Abendlicht war schön. Doch auf dem Weg in die Wedemark verlor das Gewitter an Energie, bot aber noch einen ganz netten Anblick, bevor ein starker Regen einsetzte:

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Da kommt die Gewitterzelle… (Bild: B. Knispel)
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…sie rückt näher und näher vonSüdwesten her. (Bild: B. Knispel)

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Sonnenaufgang mit oberer Lichtsäule am 14.3.2016

Heute morgen zeigte sich zum Sonnenaufgang ein schönes Naturphänomen am Himmel: eine sogenannte „obere Lichtsäule“, eine Haloerscheinung. Lichtsäulen entstehen wie alle Halos durch die Wechselwirkung des Sonnen- oder Mondlichts mit Eiskristallen in der Erdatmosphäre wie sie meist in hohen Wolken vorkommen. Lichtsäulen gibt es, wenn das Licht der tief am Himmel stehenden Sonne (also bei Auf- oder Untergang) an den Unterseiten von waagerecht in Luft schwebenden Eisplättchen reflektiert wird. Weitere Erklärungen dazu gibt’s auf der METEOROS-Homepage.

Sonnenaufgang mit Lichtsäule in der Wedemark zwischen Elze und Meitze am 14. März 2016 um 6:45 Uhr MEZ. (Bild: B. Knispel)
Sonnenaufgang mit Lichtsäule in der Wedemark zwischen Elze und Meitze am 14. März 2016 um 6:45 Uhr MEZ. (Bild: B. Knispel)

Bereits gegen 6:20 Uhr MEZ – deutlich vor Sonnenaufgang – ließen sich erste Anzeichen der Lichtsäule erkennen. Ich habe dann meine Kamera geschnappt und bin kurz zum Feldrand geradelt.

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