Heller Mondhalo

Wenn Cirruswolken aus Eiskristallen in der Atmosphäre sind, können diese Kristalle das Licht von hellen Himmelskörpern sichtbar brechen und so für Haloerscheinungen sorgen. Das häufigste dieser Himmelsschauspiele ist der sogenannte 22°-Ring. An der Sonne ist er sehr häufig zu sehen, aber auch hin und wieder am Mond.

Am 25. Januar gab es genau dieses Phänomen über mehrere Stunden am Stück in den Abendstunden zu beobachten. Ich habe mehrere Bilder davon gemacht, von denen ich hier zwei zeigen will.

Der Mond mit einem 22°-Ring am Abend des 25.01.2021. Deutlich sichtbar sind die durch die Lichtbrechung entstehenden Farben. Die Innenseite des Ringes ist rot, nach außen ist noch gelbe Farbe erkennbar, weiter außen vermischen sich die Farben zu weiß.
Derselbe Anblick mit einem Fischaugenobjektiv, in dem praktisch fast der gesamte Himmel zu sehen ist. So lässt sich besser erkennen wie groß so ein 22°-Ring tatsächlich ist.

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Merkur am Abendhimmel und ein Regenbogen am Morgenhimmel

Die letzten Tage brachten zwei grundlegend verschiedene Himmelsphänomene mit sich, die ich der Einfachheit halber hier zusammen wiedergebe.

Am Donnerstagmorgen gab es kurz nach Sonnenaufgang die richtige Konstellation aus tiefstehender Sonne und Regenwand Richtung Westen. So war ein sehr hoher – wenn auch nicht sonderlich heller Regenbogen – im rötlichen Licht der tiefstehenden Sonne sichtbar:

Rötlicher Regenbogen am Morgen des 21.01.2021.

Wenige Tage später (heute am 25. Januar) zeigte sich der sonnennächste Planet Merkur in seiner derzeitigen Abendsichtbarkeit tief am nordwestlichen Abendhimmel. Ich musste erst ein bisschen suchen, weil ich ihn etwas weiter östlich vermutet hatte. Aber als ich ihn dann aufspürte, war er leicht zu erkennen.

Der sonnennächste Planet Merkur (lichtschwacher Punkt knapp unterhalb der Bildmitte) am Abendhimmel des 25.01.2021.

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(Fast) Große Konjunktion von Jupiter und Saturn

Im Dezember 2020 gab es eine Große Konjunktion, das enge (scheinbare) Zusammentreffen der beiden großen Planeten Jupiter und Saturn am irdischen Nachthimmel. „Scheinbar“, weil die beiden Planeten eben nur in derselben Richtung stehen, keineswegs aber wirklich nebeneinander, sondern aus irdischer Sicht eher hintereinander.

Am Tag der größten Annäherung, bei dem die Planeten nebeneinander auf einen Blick im engen Gesichtfeld eines Teleskops zu sehen gewesen wären, war bei uns der Himmel bewölkt.

Drei Tage davor, am 18.12.2020 konnte ich die beiden Planeten auf Annäherungskurs am Abendhimmel mit dem Mond ablichten.

Jupiter und Saturn (beide rechts unten, Jupiter der hellere der beiden) mit dem zunehmenden Mond am Abendhimmel über der Wedemark am 18.12.2020.
Jupiter (unten) und Saturn strahlen als Paar am Abendhimmel des 18.12.2020. Neben den Planeten lassen sich in der voll aufgelösten Version des Bildes ein paar ihrer Monde identifizieren.

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Trifft sich der Mond mit zwei Planeten…

Den Morgenhimmel zieren derzeit Merkur, der sonnennächste Planet, in seiner besten Morgensichtbarkeit dieses Jahres und die Venus, die uns schon lange als heller Morgenstern begrüßt. Regelmäßig zieht der Mond entlang seiner Bahn an den Planeten vorbei und Ende vergangener Woche war wieder einmal Besuchszeit bei der Venus.

Mond mit Erschein und die Venus am Morgen des 13.11.2020.

Der Mond stand (in recht respektvollem Abstand) am Freitagmorgen neben der Venus. Die abnehmende Mondsichel zeigte sich mit schönem Erdschein, der die nicht von der Sonne beleuchtete, dunkle Seite des Mondes erhellte. Der Erdschein ist an der Erde reflektiertes Sonnenlicht, dass den Mond beleuchtet und so die dunkle Seite schemenhaft sichbar werden lässt.

Von oben nach unten: Venus, Mondsichel und Merkur (zwischen den Windkraftanlagen) am Morgen des 13.11.2020.

Der sonnennächste Planet Merkur entfernt sich aufgrund seiner engen Bahn um die Sonne auch am Himmel nur wenig von unserem Zentralgestirn und ist daher entweder vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang in Horizontnähe sichtbar. Besonders leicht lässt Merkur sich – auf den geographischen Breiten Deutschlands – in der Regel im Herbst am Abendhimmel und im Frühjahr am Morgenhimmel beobachten. Dann steht die Ebene, in der sich alle Planeten um die Sonne bewegen, (die Ekliptik) besonders steil zum Horizont, wenn die Sonne unter- bzw. aufgeht.

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