Sonnenfinsternis am 12. August 2026

Am Mittwoch, den 12. August 2026, findet eine (in Deutschland partielle) Sonnenfinsternis statt. Der Mond wird sich in den Stunden direkt vor Sonnenuntergang vor die Sonne schieben und sie teilweise bedecken. In der Region Hannover liegt die maximale Bedeckung bei rund 86 %, damit bleibt nur noch eine schmale Sichel der Sonne sichtbar. Damit sollte diese Finsternis auch beim zufälligen Blick auffällig sein.

Eine sichere Beobachtung ist jedoch nicht mit bloßem Auge möglich, sondern erfordert technische Hilfsmittel – mehr dazu unten.

Mit Stellarium simulierter Anblick der zu 86 % maximal verfinsternten Sonne aus Hannoveraner (genauer: Wedemärker) Sicht um 20:09 Uhr MESZ am 12. August 2026.

Wichtig ist der freie Blick zum Horizont. Denn die Sonne steht während der maximalen Verfinsterung nur 5,5° (rund 11-mal der Durchmesser der Sonnenscheibe) über dem Horizont.

In Grönland, Island und Spanien ist diese Sonnenfinsternis eine totale und damit 27 Jahre nach der totalen Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 die erste totale auf dem europäischen Festland.

Wann gibt es eine Sonnenfinsternis?

Damit eine Sonnenfinsternis stattfinden kann, müssen Sonne, Mond und Erde auf einer Linie stehen. Aus irdischer Sicht ist das nur zum Zeitpunkt der Neumondphase möglich. Es passiert allerdings nicht bei jedem Neumond. Denn die Bahn des Mondes um die Erde ist zur Bahn der Erde um die Sonne geneigt. Daher steht der Neumond nicht immer in Richtung bzw. vor der Sonne, sondern in der Regel ober- oder unterhalb. Am 12. August passt das jedoch.

Die Erde wird am 12. August vom Kernschatten des Mondes getroffen, es gibt also bei dieser Finsternis einen (schmalen) Streifen auf der Erdoberfläche, an dem die Sonne vollständig verfinstert wird. Er zieht sich durch die Arktis, über Island, erreicht das europäische Festland bei Spanien und endet schließlich im Mittelmeer. Auf den Balearen wird die Sonne kurz vor Sonnenuntergang total verfinstert. Aus Hannoveraner Sicht „streift“ der Mond die Sonne gewissermaßen nur und bedeckt zu maximal ca. 86 %.

Die Sonnenfinsternis in der Region Hannover

Die Finsternis beginnt gegen 19:16 Uhr MESZ. Der Mond schiebt sich von rechts unten vor die Sonne. 53 min später – um 20:09 Uhr MESZ – ist die Mitte der Finsternis erreicht. Für die Wedemark liegt die maximale Verfinsterung bei 86,0 %. Danach wandert der Mond weiter und gibt die Sonne bis zum Sonnenuntergang um 20:53 Uhr MESZ nicht mehr vollständig frei. Die Sonne geht daher „angeknabbert“ unter.

Der folgende Simulationszeitraffer (erstellt mit Stellarium 26.2) zeigt den kompletten Verlauf der Finsternis wie ihr sie aus der Region Hannover beobachten könnt.

Wie beobachtet man die Sonnenfinsternis?

In keinem Fall sollte man mit bloßen Augen in die Sonne blicken. Noch gefährlicher ist der ungeschützte Blick durch optische Hilfsmittel wie Ferngläser. In beiden Fällen besteht die Gefahr einer dauerhaften Erblindung. Auch Bastellösungen wie berußtes Glas, Chipstütenfolien oder ähnliches sind nicht geeignet.

Für die Beobachtung mit dem bloßen Auge und auch zum Einsatz vor der Lichteintrittsöffnung (also ganz vorne vor der Optik) von Ferngläsern sind Filterfolien geeignet. Die Filterfolien gibt es auch vorgefasst als Finsternisbrillen. Beide schwächen das Sonnenlicht um den Faktor 100.000 ab und blockieren die schädliche UV- und Infrarotstrahlung ebenfalls hinreichend stark, so dass eine sichere Beobachtung mögluch ist.

Eine weitere Möglichkeit ist die Projektion mit Fernglas oder Teleskop oder auch mit einem speziellen Gerät dafür, das es beispielsweise hier als Bausatz gibt. Der Vorteil der Projektionsmethode: mehrere Personen können gleichzeitig das Sonnenbild sehen.

Mit wenig Aufwand kann man eine Lochkamera (Anleitung beim Haus der Astronomie) basteln. Der Nachteil: Das Sonnenbild ist sehr klein und gerade geringe Verfinsterung ist schlecht zu erkennen.

Zum Fotografieren sind hohe Brennweiten (Teleobjektive) erforderlich und die bereits erwähnte Filterfolie vor dem Objektiv. Es gibt für diesen Zweck auch eine weniger stark verdunkelnde Variante, damit die Belichtungszeiten kurz gehalten werden können.

Das Wetter

Aktuell sehen die Wettermodelle in (Teilen) der Nordhälfte von Deutschland eine gewisse Chance auf eine leichte Wolkenbedeckung, aber die sollte einer Beobachtung hoffentlich nicht komplett im Wege stehen.

Totale Mondfinsternis bei Mondaufgang

Gestern (am 7. September 2025) ließ sich mal wieder eine totale Mondfinsternis bei bestem Wetter beobachten.

Die Herausforderung dieses Mal bestand darin, dass der Mond bereits komplett im Kernschatten der Erde stand als er aufging. Dann ist der Mond so lichtschwach, dass er sich am noch dämmerigen Himmel nicht direkt über dem Horizont vom Himmelshintergrund abzeichnet. Die dunkelrote Mondscheibe fällt dann erst deutlich später auf.

In diesem Bild ist der total verfinsterte Mond – ja, wirklich. Er steht knapp rechts unterhalb des obersten Flügels des Windrades mit den roten Streifen.

Bei uns wurde der Mond dann (zuerst mit Hilfe der Kamera aufgespürt) erst gegen 20:23 Uhr MESZ in einer Höhe von ca. 4° über dem Horizont sichtbar. Danach schälte er sich immer besser aus dem dunkler werdenden Himmel, so dass sich schön der weitere Verlauf der Finsternis beobachten ließ.

Bilder der Sonnenfinsternis

Das Wetter meinte es gut mit uns. Schon deutlich vor der Sonnenfinsternis rissen die Wolken langsam auf. Und als ich um 11 Uhr meine Geräte (20×80-Fernglas mit Folienfilter, Coronado PST, Sonnenprojektor von Astromedia und ein Stück Folie zum Durchschauen) aufbaute, strahlte die Sonne von einem praktisch wolkenlosen Himmel.

Auch später zogen nur vereinzelt kleine Wölkchen durch, so dass ich den gesamten Verlauf der Finsternis entspannt beobachten konnte. Hin und wieder fotografierte ich den Verlauf durch einen Folienfilter mit einem 600-mm-Teleobjektiv. Die folgenden Bilder sind Ausschnitte aus diesen Aufnahmen.

Foto von 11:35 Uhr, neun Minuten nach Beginn der Finsternis.
Foto von 12:16 Uhr zum Maximum der Finsternis bei einer Bedeckung von 19,5 %.
Ausschnitt aus dem vorigen Bild. Man kann Strukturen am Mondrand erkennen.
Foto von 13:01 Uhr, noch fünf Minuten bis zum Ende der Finsternis.

Sonnenfinsternis am Samstag

Am kommenden Samstag, den 29. März 2025, schiebt sich der Mond teilweise vor die Sonne. Es kommt daher zu einer partiellen Sonnenfinsternis, bei der Mond die Sonne nicht komplett verdeckt. Aus Hannoveraner Sicht wird die Sonne zu maximal rund 20 % verfinstert. Wer nicht genau darauf achtet und mit geeigneten Hilfsmitteln beobachtet, wird vermutlich nicht viel von der Sonnenfinsternis mitbekommen.

Wann gibt es eine Sonnenfinsternis?

Damit überhaupt eine Sonnenfinsternis stattfinden kann, müssen Sonne, Mond und Erde auf einer Linie stehen. Aus irdischer Sicht ist das nur zum Zeitpunkt der Neumondphase möglich, passiert allerdings nicht bei jedem Neumond. Denn die Bahn des Mondes um die Erde ist zur Bahn der Erde um die Sonne geneigt. Daher steht der Neumond nicht immer in Richtung bzw. vor der Sonne, sondern in der Regel ober- oder unterhalb. Am 29. März passt es allerdings.

Die Erde wird am 29. März jedoch nur vom Halbschatten des Mondes getroffen, es gibt also bei dieser Finsternis keinen Ort auf der Erde, an dem die Sonne vollständig verfinstert wird. Aus Hannoveraner Sicht „streift“ der Mond die Sonne gewissermaßen nur und bedeckt zu maximal ca. 20 %. Die maximal mögliche Verfinsterung von 93 % wird in Labrador (Kanada) erreicht, wo die schmale Sonnensichel dann knapp über dem Horizont steht.

Die Sonnenfinsternis in der Region Hannover

Die Finsternis beginnt gegen 11:26 Uhr MEZ. Der Mond schiebt sich von rechts oben vor die Sonne. Circa 50 min später – um 12:16 Uhr MEZ – ist die Mitte der Finsternis erreicht. Für die Wedemark liegt die maximale Verfinsterung bei 19,5 %. Danach wandert der Mond weiter und gibt die Sonne um 13:07 Uhr MEZ vollständig frei.

Simulierter Anblick der maximal verfinsterten Sonne um 12:16 Uhr MEZ bei der partiellen Sonnenfinsternis vom 29. März 2025.

Wie beobachtet man die Sonnenfinsternis?

In keinem Fall sollte man mit bloßen Augen in die Sonne blicken. Noch gefährlicher ist der ungeschützte Blick durch optische Hilfsmittel wie Ferngläser. In beiden Fällen besteht die Gefahr einer dauerhaften Erblindung. Auch Bastellösungen wie berußtes Glas, Chipstütenfolien oder ähnliches sind nicht geeignet.

Für die Beobachtung mit dem bloßen Auge und auch zum Einsatz vor der Lichteintrittsöffnung (also ganz vorne vor der Optik) von Ferngläsern sind Filterfolien geeignet. Die Filterfolien gibt es auch vorgefasst als Finsternisbrillen. Beide schwächen das Sonnenlicht um den Faktor 100.000 ab und blockieren die schädliche UV- und Infrarotstrahlung ebenfalls hinreichend stark, so dass eine sichere Beobachtung mögluch ist.

Eine weitere Möglichkeit ist die Projektion mit Fernglas oder Teleskop oder auch mit einem speziellen Gerät dafür, das es beispielsweise hier als Bausatz gibt. Der Vorteil der Projektionsmethode: mehrere Personen können gleichzeitig das Sonnenbild sehen.

Mit wenig Aufwand kann man eine Lochkamera (Anleitung beim Haus der Astronomie) basteln. Der Nachteil: Das Sonnenbild ist sehr klein und gerade geringe Verfinsterung ist schlecht zu erkennen.

Zum Fotografieren sind hohe Brennweiten (Teleobjektive) erforderlich und die bereits erwähnte Filterfolie vor dem Objektiv. Es gibt für diesen Zweck auch eine weniger stark verdunkelnde Variante, damit die Belichtungszeiten kurz gehalten werden können.