Gespaltener Regenbogen am 26.4.2018

Am 26. April gab es in Norddeutschland schönstes Schauerwetter mit teils kräftigen Niederschlägen am Nachmittag – ideale Bedingungen für schöne Regenbögen. Wie üblich war ich aufmerksam und wurde dieses Mal sogar besonders belohnt.

Gegen 15:23 Uhr konnte ich beim Abziehen eines Schauers nach Osten schon die Sonne im Westen durch die Wolken brechen sehen. Ein Blick nach Osten zeigte zuerst nichts, dann bald einen Regenbogen. Der zweite Blick zeigte schnell, dass es sich um einen gespaltenen Regenbogen handelt. Also schnell nach oben zum Dachfenster laufen und die Kamera mitnehmen!

Gespaltener Primärregenbogen am 26.4.2018 um 15:23 Uhr MESZ. (Bild: B. Knispel)
Gespaltener Primärregenbogen am 26.4.2018 um 15:23 Uhr MESZ. (Bild: B. Knispel)

Damit ist nicht der übliche Regenbogen zweiter Ordnung genannt (der mit deutlich größerem Durchmesser und der umgekehrten Farbreihenfolge), sondern eine Aufspaltung der Primärbogens in zwei identische (teils überlappende) Bögen insbesondere am Scheitelpunkt. Das war genau das, was in meinem Bild zu sehen ist.

Gespaltener Primärregenbogen und ungespaltener Sekundärregenbogen am 26.4.2018 um 15:23 Uhr MESZ. (Bild: B. Knispel)
Gespaltener Primärregenbogen und ungespaltener Sekundärregenbogen am 26.4.2018 um 15:23 Uhr MESZ. (Bild: B. Knispel)

Die Ursache des gespaltenen Regenbogens ist nach aktuellem Stand nicht vollständig verstanden, als wahrscheinlichster Grund gilt aber dass Regentropfen, die nicht die Form einer Kugel haben, einen oder beide der Sapltbögen erzeugen. Große Tropfen können danach zwischen abgeplatteten und langgestreckten Sphäroiden hin- und herschwingen, was wiederum mit Änderungen des Brechungsindex und damit mit Änderungen der Lichtablenkung und dem Winkeldurchmesser des Bogens einhergeht.

In der Vergangenheit war es mir bisher erst ein einziges Mal gelungen, einen gespaltenen Regenbogen zu beobachten und zu fotografieren. Fast genau vor einem Jahr unter sehr ähnlichen Bedingungen.

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Etwas Saharastaub über der Wedemark am 8. April 2018

Wie vorher angekündigt ließ sich an diesem Wochenende etwas Saharastaub in der Atmosphäre über der Wedemark (und natürlich auch anderen Teilen Westdeutschlands) entdecken.

Bald nach Sonnenaufgang war die Himmelstrübung eindeutig und sehr klar zu erkennen:

Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Morgen des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)
Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Morgen des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)
Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Morgen des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)
Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Morgen des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)

Etwas später am Vormittag war bei höherem Sonnenstand noch immer der Hof eindeutig sichtbar:

Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Vormittag des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)
Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Vormittag des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)
Durch Saharastaub verursachter Hof um die Sonne am Vormittag des 8.4.2018. (Bild: B. Knispel)
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Iberischer Rauch und Saharastaub

Am 17. Oktober (und auch schon am Abend zuvor) lag über dem Norden und Nordwesten Deutschlands ein Schleier aus Rauch und Staub – Rauch von den starken Waldbränden auf der iberischen Halbinsel, Staub aus der Sahara (s. a. diesen Artikel von Claudia Hinz zu dem Thema). Beides war an der Ostflanke des Tiefs Ophelia nach Norden geweht worden. Am Tag zuvor kam es daher bereits über Großbritannien zu einer starken Extinktion des Sonnenlichts und einer glutroten Sonne bei hohem Sonnenstand.

Am Dienstag zeigte sich dann auch der Himmel über Hannover und Umgebung dick „verstaubt“. Tagsüber hatte ich – obwohl es sich bei der morgendlichen Beobachtung der Mondsichel mit Mars und Venus bereits abzeichnete – meine Kamera nicht mitgenommen. Ich konnte aber am Abend noch einige Bilder rund eine Stunde vor Sonnenuntergang aufnehmen. Bereits zu diesem Zeitpunkt war das Sonnenlicht so stark abgeschwächt, dass sie nur wenige Minuten später komplett unsichtbar wurde.

Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel
Bild: B. Knispel
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Purpurlicht am Morgen des 29. September

Heute früh begann der Tag mit einem wunderbar klarem Himmel, so dass sich wie immer ein Blick auf die beginnende Dämmerung am Osthorizont lohnte. Mit Stativ und Kamera konnte ich dann auf dem Balkon ein wunderbares Purpurlicht dokumentieren – zumindest denke ich, dass es sich um  dieses atmosphärische Phänomen handelt.

Das intensiv violette Licht entsteht bei Sonnenständen zwischen 5° und 2° unter dem Horizont, was heute früh in Hannover Zeiten von 6:51 Uhr bis 7:06 Uhr MESZ entspricht. Das entspricht ziemlich genau dem Zeitraum, in welchem ich das Phänomen fotografieren konnte. Das Ende kam ziemlich schnell, innerhalb von wenigen Minuten verschwindet das Purpurlicht komplett.

Um das violette Licht zu verdeutlichen, habe ich zwei Bilder (während des Purpurlichts und danach) direkt nebeneinander gestellt.

Morgendämmerung am 29. September mit (links) und ohne (rechts) Purpurlicht. (Bilder: B. Knispel)
Morgendämmerung am 29. September mit (links) und ohne (rechts) Purpurlicht. (Bilder: B. Knispel)

Weiter Einzelbilder dokumentieren den Verlauf des Ereignisses.:

Purpurlicht um 6:51 Uhr MESZ zum Beginn der Erscheinung. (Bild: B. Knispel)
Purpurlicht um 6:51 Uhr MESZ zum Beginn der Erscheinung. (Bild: B. Knispel)
Schönes Purpurlicht um 6:52 Uhr MESZ. (Bild: B. Knispel)
Schönes Purpurlicht um 6:52 Uhr MESZ. (Bild: B. Knispel)
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Purpurlicht um 6:55 Uhr MESZ in Hannover. (Bild: B. Knispel)
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