Der Himmel „in Flammen“

Unser Wetterglück geht weiter. Der gestrige Tag war zuerst von Wolken und Wind geprägt. Dann versperrte ein Cirruswolkenschleier den Blick auf den Sternenhimmel, und das dahinter bereits leuchtende Polarlicht. Doch nach dem Ablegen in Mehamn zeigte sich, dass die Schleierwolken bereits vollständig aufs Meer hinausgetrieben waren und die Sterne gemeinsam mit dem Polarlicht leuchteten. Nur niedrige Wolken störten unsere Beobachtungen ein wenig.

Wie in der Barentssee üblich, kam das Schiff durchs den etwas stärkeren Seegang ein wenig ins Rollen und Stampfen, so dass das Fotografieren etwas erschwert war. Doch zwischenzeitlich war das Polarlicht so hell, dass selbst die Schiffsbewegung uns nicht stören konnte. Dank verwehter Gischt waren unsere Kameraobjektive bald mit einer feinen Schicht aus Meerwassertropfen bedeckt.

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Es nordlichtet

Ich bin derzeit (bis zum 17. Dezember) als Lektor einer Hurtigruten-Themenreise „Nordlicht und Sterne“ entlang der norwegischen Küste unterwegs und dabei auf der Jagd nach dem faszinierenden Polarlicht. In der letzten Nacht – der dritten an Bord – zeigte sich zum ersten Mal auf dieser Reise das Nordlicht richtig gut. So aktiv und hell und so weit südlich in Norwegen habe ich das himmlische Lichterspiel auf den vorigen Reisen nicht gesehen.

Mit meinem Kollegen harrte ich schließlich bis drei Uhr früh vorne am Bug des Schiffs im beißenden Wind aus, und sah so nach einer ersten Aktivität gegen 23 Uhr noch ein zweites Mal sehr schönes und dynamisches Nordlicht. Als auch das Verstecken unter der Reling nicht mehr ausreichend Zuflucht vor dem zunehmend heftigen und kalten Wind bot und das Nordlicht eine Pause einzulegen schien, zogen wir uns schließlich sehr zufrieden in die warmen Kabinen zurück.

Die folgenden Bilder geben einen ersten Eindruck von der Polarlichtaktivität der letzten Nacht. Sie sind auf der Strecke zwischen Rørvik und Sandsnessjøen entstanden.

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Konjunktion von Venus und Saturn

Früh am 27. November begegneten sich am morgendlichen Dämmerungshimmel die strahlend helle Venus und der ringgeschmückte Saturn (die Ringe lassen sich zugegebenermaßen natürlich nicht mit bloßem Auge erkennen). Rund einen Vollmonddurchmesser standen die beiden Planeten am Himmel voneinander entfernt. In Hannover sah es am Tag zuvor so aus als würde das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung machen, doch wir hatten Glück.

Der Himmel riss für gerade einmal rund 15 Minuten auf und gab den Blick auf die Konjunktion frei. Ich schnappte mir schnell die Kamera und schoss ein paar Bilder vom Dachboden unseres Wohnhauses. Von dort aus habe ich einen recht guten Blick über Hannovers Dächer, so dass sich auch recht niedrig stehende Himmelskörper erblicken lassen. Hier nun aber zuerst zwei Bilder von heute Morgen mit Venus und Saturn.

Am Vortag (26.11.) hatte ich bei klarem Himmel bereits erste Fotos von Venus und Saturn aufnehmen können und dabei sogar noch den sonnennächsten Planeten Merkur mit aufs Bild bekommen (links unten, direkt über der Wolkenbank am Horizont).

Merkur wird in den nächsten Tagen zunehmend besser sichtbar werden. Beobachter, die den flinken Götterboten noch nie gesehen haben, sollten diese Chance nutzen, zumal Venus und Saturn so charmant den Weg weisen.

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