Vortrag „Unsere Sonne“

Der Deutsche Amateur-Radio-Club e.V. Ortsverband Hannover lädt zum Vortrag „Unsere Sonne“ von Dr. Benjamin Knispel im Lister Turm am 16. Mai 2013 um 19:00 Uhr

Nahe dem aktuellen Maximum der Sonnenaktivität lohnt sich ein genauer Blick auf unser so unveränderlich erscheinendes Zentralgestirn. Die Sonne ist der uns nächste Stern, und der einzige, dessen mannigfache Aktivität detailliert beobachtet werden kann. Neben dem inneren Aufbau der Sonne und ihren energieerzeugenden Prozessen behandelt dieser Vortrag verschiedene Formen der Sonnenaktivität und deren Zyklen. Schließlich gehen wir der Frage nach wie die Sonne das Magnetfeld der Erde, die Erdatmosphäre und auch menschliche Technologie beeinflusst.

Die Sonne am 9. Mai
Die Sonne am 9. Mai 2013 im Blick des NASA-Satelliten SDO im Licht des ionisierten Heliums bei einer Wellenlänge von 30,4 Nanometern. (Bild: NASA/SDO/AIA)

Um die Prozesse im Inneren des Gasballs Sonne zu verstehen, müssen wir unsere Reise im ganz Kleinen, bei den Bausteinen der Atome beginnen. Durch Kernfusion wandelt unsere Sonne leichte in schwere Elemente um und erzeugt dabei große Mengen Energie. Die im Sonnenkern erzeugte harte Gammastrahlung wird dann auf einer mehrere zehntausend Jahre dauernden Reise bis an die Sonnenoberfläche unter anderem in Licht sichtbarer Wellenlängen umgewandelt – das uns allen bekannten Sonnenlicht, das fast alle Lebensprozesse auf der Erde mit Energie versorgt.

Nebenbei erzeugt die Sonne ein starkes Magnetfeld, das die Bewegung des Sonnengases erheblich beeinflusst und zur Entstehung der Sonnenaktivität führt, die in regelmäßigen Zyklen variiert. Dabei verändert sich nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Sonne mit den leicht zu beobachtenden Sonnenflecken. Auch die Häufigkeit der von der Sonne in den Weltraum geschleuderten koronalen Materieauswürfe nimmt zum Zeitpunkt hoher Sonnenaktivität deutlich zu. Diese bestimmen das sogenannte Weltraumwetter, das unter Umständen auch die Erde beeinflussen kann.

Denn erreichen diese Materiewolken unseren Heimatplaneten, so führen diese zu Unterbrechungen im Funkverkehr, lassen Polarlichter aufleuchten und können in selteneren Fällen auch Satelliten und irdische Elektronik beschädigen. Was passiert bei solchen Ereignissen und welche Pläne gibt es für Vorwarnung und Schutz?

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3 Gedanken zu „Vortrag „Unsere Sonne“

    1. Hannover, 10.05.2013 + Lieber Herr Knispel! + Guten Morgen! +
      Mit mir freuen sich alle Freunde der Sonnenbeobachtung und sicher viele Funkamateure der Region Hannover. + Ich beobachte mit Freude auch immer wieder gern http://www.iap-kborn.de als Internetseite der Forschungsstation zum Thema Ionosphäre. + Karl Rawers „Die Ionosphäre“ ist auch immer noch Standardwerk. +
      Freundliche Grüße + Rainer H. David M.A., Soziologe und Funkamateur DH4AAD in Hannover-Herrenhausen.

  1. Danke! Wie schon gehört, gelesen oder gesehen (und wieder vergessen..)! Gute Informationen ! Aber eben auch nur ein weiterer Kieselstein auf dem Weg zum Verständnis ??!!
    vy 73
    kalle, dl5obn

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