Archiv für den Monat: Februar 2013

Das Polarlicht legt nach

Dachten wir noch, dass in der letzten Nacht die Chancen auf die erneute Polarlichtbeobachtung gering seien, so wurden wir dann doch noch positiv überrascht. Schon vor der Einfahrt in den Hafen von Båtsfjord zeigte sich durch winzige Wolkenlücken erstes Polarlicht, noch nicht so recht fotogen, aber vorhanden.

Nach dem Ablegen wurden die Lücken in der Wolkendecke größer und innerhalb von einer halben Minute war der gesamte Himmel mit fein strukturiertem Polarlicht erfüllt. Im Gegensatz zu den Lichtern der vorigen Tage zeigten sich viele dünne Strahlen, die schnell entstanden, vergingen und umeinander wirbelten.

Nach recht kurzer Zeit war der Substorm, der uns dieses Schauspiel bescherte, wieder vorbei und am Himmel blieb nur noch ein mattgrüner Bogen diffusen Polarlichts, der sich langsam veränderte und zerfloss. Ihm folgten dann alsbald auch neue Wolken, so dass wir gegen Mitternacht zufrieden in unsere Kojen schlüpfen konnten.

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Sprachlos in Nordnorwegen

Wie schon kürzlich berichtet, begleite ich derzeit eine „Nordlicht und Sterne“-Reise auf dem Hurtigruten-Schiff „MS Richard With“ entlang der norwegischen Küste. Dabei sind wir alle auf der Suche nach der Aurora, die besonders im Norden des Landes den Himmel mit bunten und tanzenden Formen schmückt.

In der letzten Nacht wurde unser Warten nun belohnt. Über insgesamt mehr als sieben Stunden zeigte sich das Nordlicht am Himmel und zauberte immer wieder neue Formen und Bewegungen an das Firmament. Bei hervorragend ruhigen Fahrwasser gelangen uns viele gute Aufnahmen, von denen ich einige hier mit euch teilen möchte.

Bereits nach der Abfahrt aus Tromsø um 18:30 Uhr zeigt sich im Norden ein lichtschwacher diffuser Bogen, der sich gegen 20:30 Uhr rapide entwickelte und schließlich den Himmel „in Flammen“ setzte. Danach folgten mehrere „Substorms“, die immer wieder ein Aufflammen der Polarlichtaktivität hervor riefen, das bis nach 2:00 Uhr am nächsten Morgen andauerte. Alles in allem eine Nacht, an die ich mich – und sicher auch die Reisegäste – erinnern werde(n).

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Nordlicht

Ich bin derzeit auf den Hurtigruten als Lektor für die erste „Nordlicht und Sterne“-Reise des Jahres 2013 unterwegs. In der vergangenen Nacht war das Wetterglück unserer Reisegruppe hold und bescherte uns einen ersten Blick auf das himmlische Farbenspiel. Wir erlebten zwischen Rørvik und Brønnøysund ein meist lichtschwaches, aber dennoch recht dynamisches Polarlicht. Die „klassische“ Entwicklung vom glatten, detailarmen Bogen über erste Strahlen zu fließenden Strukturen und dem anschließenden Verblassen ließ sich gut erkennen.

Anbei ein paar erste Bilder aus der letzten Nacht, alle entstanden mit einer Canon EOS 7D und einem Tokina-Objektiv (11-16 mm bei f = 11 mm), f/2.8. Alle wurden 20 Sekunden lang bei ISO 6400 belichtet und mit Neat Image leicht entrauscht.

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